Wir können es oft kaum abwarten, unser Kind endlich in den Armen zu halten.
Überall sehen wir Bilder von überglücklichen Müttern, die vor Freude weinen.
Doch das Geburtserlebnis ist nicht für jede Mutter so.
Manche Frauen erleben eine Geburt mit starken Schmerzen, mit Hilflosigkeit oder dem tiefen Gefühl, allein gelassen zu sein.
Auslöser dafür können schlechte oder fehlende Kommunikation sein, das Gefühl von Ausgeliefertsein, übergriffige Situationen, medizinische Entscheidungen ohne ausreichende Aufklärung oder körperliche Untersuchungen, die ein Opfergefühl auslösen.
Häufig kommen Schuldgefühle hinzu.
Gedanken wie: Hätte ich etwas anders machen müssen?
Manchmal auch Vorwürfe – von dir selbst oder sogar vom medizinischen Personal.
Einige Frauen erleben körperliche Prozesse, die über die eigene Kraft hinausgehen.
Andere Geburtsverläufe erzeugen starke Verlustangst, weil es gefährlich für Mutter oder Kind wird.
Auch Trennungen, etwa durch die Verlegung des Babys in eine Kinderklinik, können das Erleben tief erschüttern.
All diese Gefühle, die wir in einem solchen Geburtsprozess erleben, werden bis auf Zellebene im Körper gespeichert.
Sie wirken weiter – im Wochenbett, beim Stillen und in der Mutter-Kind-Bindung, die eine Erschütterung erfahren hat.
Mögliche Folgen zeigen sich in Stimmungsschwankungen, Gefühlsausbrüchen oder Flashbacks.
Manche Frauen erleben körperliche Symptome, Schmerzen oder eine tiefe innere Leere.