Die erste Zeit mit einem Kind ist ein tiefgreifender Ăśbergang.
Für Mütter. Für Väter. Für die Partnerschaft. Für das gesamte Familiensystem.
Nichts ist mehr, wie es war.
Der Alltag verändert sich.
Rollen verschieben sich.
Freiheit, Schlaf und Leichtigkeit fühlen sich plötzlich begrenzt an.
Während sich der Körper der Mutter nach Schwangerschaft und Geburt neu sortiert, öffnen sich auch im Inneren neue Räume:
Liebe, Nähe und tiefe Verbundenheit –
und zugleich Unsicherheit, Erschöpfung, Überforderung oder Zweifel.
Auch Väter stehen in dieser Zeit oft vor großen inneren Fragen.
Der Spagat zwischen Arbeit, Verantwortung und Vaterrolle fordert viel.
Viele möchten ihre Partnerin entlasten, präsent sein, Halt geben –
und wissen gleichzeitig nicht genau, wie.
Vielleicht kennst du das:
● Dein Kind ist unruhig, weint viel, zieht sich zurück oder schläft schlecht
â—Ź Ihr seid mĂĽde, schnell gereizt, innerlich unter Spannung
● Gespräche drehen sich um Organisation, Zuständigkeiten und To-do`s
● Freiräume werden kleiner, Nähe wird gleichzeitig gesucht und gemieden
Oft erleben Väter dabei ein stilles Dazwischen:
der Wunsch nach Verbindung –
und gleichzeitig das GefĂĽhl, nicht wirklich gebraucht zu werden.
Nicht selten fehlt ein inneres Vorbild dafĂĽr, wie Vatersein sich sicher, klar und getragen anfĂĽhlen kann.
Und auch MĂĽtter geraten in ein inneres Spannungsfeld:
Der Wunsch nach Entlastung steht neben einer tiefen, engen Bindung zum Kind.
Verantwortung wird übernommen – und gleichzeitig zur Last. Auch die Stillbeziehung kann fordernd sein.
Nähe nährt – und erschöpft zugleich.
In all dem zeigt sich selten ein „Problem“.
Sondern ein System in einer groĂźen Neuordnung.
Auch wenn viele Familien mich in der frĂĽhen Elternzeit finden,
ist diese Begleitung nicht auf die Babyzeit begrenzt.
Sie kann ebenso unterstützend sein, wenn Kinder älter sind und sich neue Themen, Dynamiken oder Spannungsfelder zeigen.
Kinder reagieren nicht auf unsere Worte.
Sie reagieren auf unsere Ausstrahlung, auf unsere innere Frequenz.
Auf unsere Sicherheit – und auf unsere Unruhe.
Auf ungeklärte Ängste, alte Muster und nicht gesehene Gefühle.
Nicht, um uns zu belasten.
Sondern, weil sie uns lieben.
Und weil sie uns einladen, innerlich zu wachsen.